Sonntag, 11. August 2013

New places, new faces




Veit und Andrea: 
Anders als wir haben die beiden einander als Reisepartner vor ein paar Monaten im Internet getroffen und sich mehrmals zur Vorbereitung getroffen. Beide haben eine Ausbildung abgeschlossen (sie als Restaurantfachfrau, er als Verkäufer im Einzelhandel im Bereich der Anzüge.) Sie wollen schon hier einen Van kaufen, damit die Ostküste hoch, über Darwin zum Uluru, nach Adelaide und für Silvester wieder in Sydney sein. Den Rest ihres Planes kenne ich nicht, allerdings hat Johannes unseren Geheimtipp Westküste an sie weiter geleitet. Damit kommen wir zu

Johannes:
19 Jähriger aus Schweinfurt, der schon seit 8 Monaten in Australien ist und schon einiges gesehen und erlebt hat. Auch er war hauptsächlich an der Ostküste, was er laut eigener Aussage jedoch bereut, da man ihm vielfach erklärt habe, wie viel schöner der Westen ist. Mit seinen Kumpels und dem Van hat er schon einiges erlebt und auch eine miese Panne gehabt, die ihm ein Wochenende in einer teuren Villa beim Freund des Mechanikers einbrachte. Dort konnte er sich ausruhen und mit dem Sohn des Freundes auf deren eigener GoKart-Bahn ein wenig cruisen. Johannes ist schon seit zwei Monaten in Sydney, aber erst zwei Tage im Elephant. 

Das Zimmer:
Unser Zimmer ist sehr schwedenlastig, was gar nicht schlimm ist, doch zu Anfang kam uns die Besatzung etwas komisch vor. Wir kannten die Schweden grölend kennen, als sie sich dann mal vorstellten und nach unserer Herkunft fragten.
Tommy und seine Freundin lernten wir wie gesagt in ihrem Bett liegend kennen. Beziehungsweise, eigentlich kullerte Tommy in nur eine Boxershorts irgendwann unter dem Laken hervor. Seine langen blonden Haare bindet er zu einem Knoten am Hinterkopf, sowie einem im Nacken. Er ist ein sehr netter, ehrlicher Typ mit einem guten Musikgeschmack.
Die blonde mit Ankleidungsschwierigkeiten erscheint mir auch als sehr freundlich. Sie war diejenige, die uns am ersten Abend angesprochen hat, während der Rest erstmal lieber ignoriert hat.
Später kamen wir auch mit Marc und seinem starken Akzent in Berührung, der äußerst hilfsbereit ist. Erst bat er uns gestern an, einen Hotspot für meinen Laptop zu erstellen, dann ist er heute an die Rezeption gegangen, um für mich nach einer Decke zu fragen, weil er gehört hat, dass ich gefroren habe diese Nacht. Er lebt schon seit 6 Monaten in diesem Hostel und arbeitet als Carpenter (Teppichleger) in Sydney. Bisher ist er kaum getravelt. Diese Entscheidung hat mich persönlich vom Hocker gehauen. Wer will schließlich ein halbes Jahr hier verbringen?

Alex
27, Polsterer und Raumausstatter, hatte mehrere Polstererjobs in Australien. Seit 3 Monaten in Sydney im Elephant, kommt ursprünglich aus Kasachstan und wohnt jetzt in Paderborn. Einer seiner Jobs war hinter Louis Vitton, wo eingebrochen wurde, später wurde er dann von der Polizei verdächtigt und hat ihnen gesagt, dass er gerade Feierabend hat, ohne sich an das englische Wort dafür erinnern zu können. Für ihn geht es nächste Woche nach Darwin, von wo aus er mit dem Auto nach Perth runter fährt. Er ist schon insgesamt 8 Monate in Australien, womit sein Jahr langsam zu Ende geht. In einem seiner Jobs wurde ihm sogar sponsoring angeboten, womit er die australische Staatsbürgerschaft bekommen könnte, das hat er jedoch abgelehnt.

Marc
passt gerade so ins Bett, ist Schotte und schon seit 6!!! Monaten hier! Ich meine.. 6! nicht nur 6 in Sydney, sondern 6 in diesem Hostel. Ansonsten ist er aber sehr freundlich und hilfsbereit, liegt aber immer halbnackt in seinem Bett. Oh, Moment, einmal habe ich ihn doch bekleidet gesehen.

David
der lustige Ire. Sein Akzent ist erst einmal viel schöner und besser zu verstehen, als der schottische und wir haben gestern mit Tommy und seiner Freundin Martina eine aufschlussreiche Diskussion über Schulsysteme und Gleichberechtigung gehabt. David hat leider keine roten Haare und auch keine Schafe, mir aber versprochen, dass er mir eine Wolldecke zuschickt. Wir wollen ihn auch mal mit raus nehmen. Sonst verbringt er seine Nächte am Laptop, weil er mit dem Rauchen aufgehört hat und nicht rausgehen will, weil er meistens raucht, wenn er trinkt. Das tut mir sehr leid, weil er immer alleine ist. Also wollen wir ihn mitnehmen, da wir ja auch keine Trinker sind und auf ihn aufpassen können.

5 Kommentare:

  1. Huhu, sehr viel auf einmal, sehr durcheinander aber interessant. Wobei ihr einige zwielichtige Personen und Gegenden aufführt. hier scheint weiter die Sonne. Siljas Hochzeit war sehr schön. Lucia sagt "Babe" zu Traube. Soweit zu unserem Leben hier.

    AntwortenLöschen
  2. Hey U2!

    Sehr schön, dass Ihr soviel und genau über eure Erfahrungen schreibt. Als Vater bin ich doch sehr froh, dass ihr in einem Hostel untergekommen seid, wo die Leute nicht die ganze zeit nackt rumlaufen, sondern nur halbnackt. Es ist auch beruhigend, dass die Heroinspritzen nicht einfach rumfliegen, sondern in einer extra Kiste entsorgt werden. Besonders erfreulich ist es, dass es günstige Alternativen gibt um sich zu besaufen. Das gibt mir die Gewissheit, dass meine Tochter sparsam mit ihren Finanzen umgehen wird. Super!
    Es ist schön, dass ihr so viele nette Erfahrungen macht und nette Menschen kennenlernt.
    Enjoy Life. Papa

    AntwortenLöschen
  3. Heute waren Papa und ich noch bei Nadine und Hendrik in Wiesbaden, als eure geballten Infos kamen. Wir waren alle sehr lange still und haben eure Texte genossen und einen Einblick in eure neue Welt erhalten. Alles klingt sehr spannend und ihr scheint gut zu differenzieren, wer von den vielen neuen Menschen um euch herum eine Bereicherung darstellt. Ich finde es gut, dass ihr Gelegenheiten, wie das Schwimmen, Bootfahren und Warane (faszinierende Echsen!!!) bewundern, wahrnehmt. Es sind sicherlich sehr prägende Erlebnisse.
    Shirin, wenn du bei deiner Gastfamilie anrufst oder ihr später von den ersten Tagen in Down Under erzählst, solltest du von letzterem erzählen. Nur nichts Verwerfliches erwähnen. Das kommt in der Regel nicht so gut.
    Morgen fahren Papa und Tobias nach Island. Ich fahre zu Jenny und Ulli oder besser zu Lucia, denn Jenny wird keine Zeit haben, weil sie am Donnerstag eine Mathe-Klausur schreibt. Daher möchte ich mich um den Haushalt und die kleine Maus kümmern.
    Mit Antonie waren wir am Freitag in Maastricht und heute auf dem Bend. Antonie war mit Anna auf einem turmhohen Kettenkarussell. Tim und ich waren froh, dass wir nicht mitfahren mussten.
    Alle hier sind wohlauf und warten gespannt auf die nächsten Posts.
    Bis dahin viele liebe Grüße und Küsschen
    Hasi

    AntwortenLöschen
  4. Hier kommt noch eine Korrektur: Es handelt sich nicht um einen Waran sondern um eine Australische Wasseragame und zwar the Eastern Dragon. Das Männchen wird bis zu nahezu einem Meter lang, das Weibchen bis zu 60 cm. Sie sind harmloser als die Warane, also nicht bissig. Daher lässt man sie dort wohl auch frei herumlaufen.
    Hasi

    AntwortenLöschen
  5. Hallo , Mäuschen ,

    Deinen langen Bericht haben wir mit viel Freude und Interesse gelesen und genossen . Weiter so ! Es freut uns , dass Ihr gut angekommen seid und es Euch gut geht .
    Genießt die Zeit in Sydney und vergiss nicht genügend zu trinken , d.h. WASSER !
    Bis bald , Mäuschen . Grüße an Florian . Tschüß und Küsschen von Oma und Opa
    PS: Wir haben Dich ganz doll lieb !

    AntwortenLöschen