Mittwoch, 21. August 2013

Gusto? Frusto!

Ich gebe zu, in der Vergangenheit durchaus überdurchschnittliche Ansprüche gehabt zu haben, was Unterkünfte im Allgemeinen angeht. Manche von euch werden das sicherlich bestätigen können...
Ich finde aber, dass ich in dieser Beziehung deutlich flexibler geworden bin und alles ein bisschen lockerer nehme!
Wie es das Old Swan Barracks aber geschafft hat, bestes Hostel in Western Australia 2012 zu werden, ist mir mehr als schleierhaft. Die Rezeption und der riesige Gemeinschaftsraum/-Saal sind schonmal recht einladend gestaltet - soweit so gut. Etwas rustikal und an manchen Stellen veraltet (z. B. Fenster, zieht wie Hechtsuppe), sind die Zimmer noch ok. Bei den Betten hat es sich dann aber schon erledigt! Die Matratze knickt sich sogar bei mir schon durch bis auf den Lattenrost und die Bettdecke STINKT wie sonstwas!
Während die Toiletten wirklich gut sind, lassen die Duschen umso mehr zu wünschen übrig. Die Türen total im Eimer, eine Menge Dreck und als Strahl ein Schluck Wasser aus der Kurve, hält sich der Spaß in Grenzen - aber Hauptsache man ist geduscht, da fühlt man sich gleich viel besser!
Der Klopper ist aber die Küche! Zunächst geht man sich an der Rezeption gegen Schlüsselpfand einen Topf und eine Pfanne holen und Geschirr gegen 10$ Kaution. Das finde ich an sich eine ziemlich gute Idee, doch sollte man nicht unbedingt funktionsfähiges Gerät erwarten.
In der Küche gibt es dann schließlich - eine Überraschung! Schubladen mit Gemeinschaftskochbesteck würde man meinen. Nix da. Auf einen kleinen Tisch geklatscht liegen vier stumpfe Messer, ein Nudelsieb, ein Pfannenwender der direkt umknickt, zwei Dosenöffner und eine Reibe. Basics wie zum Beispiel Öl zum Anbraten - Fehlanzeige :-(
Dementsprechend wurden meine Bratkartoffeln mit Ei kulinarisch nicht besonders wertvoll, und wären um Haaresbreite im Müll gelandet, wenn mir ein deutsches Pärchen nicht freundlicherweise ein paar Tropfen Öl und ein bisschen Pfeffer geschenkt hätte! Lecker war es danach trotzdem nicht, aber man konnte es im weiteren Sinne eine Mahlzeit nennen. Das Beste an meinem Dinner war der Joghurt zum Nachtisch. :-D

Auch wenn das ziemlich deprimierend klingt, ich komm klar, keine Sorge! Es ist eine neue Erfahrung und auch eine Herausforderung. Zudem lernt man jetzt erst die Vorteile der vorangegangenen Hostels kennen! In Scarborough zum Beispiel gab es einen Haufen Saucen und Gewürze für alle im Schrank, was mir erst jetzt so positiv in Erinnerung bleibt ;-) Auch die sauberen Bäder und die frische Bettwäsche weiß ich erst jetzt so richtig zu schätzen.


Macht's gut,
Lopaka


4 Kommentare:

  1. hm klingt ja gar nicht einladend,,,Euer Auto wäre der beessere Platz..UND kOCHGESCHIRR; Gaskocher hast Du doch dabei, also die Campingausrüstung samt Auto, die Ihr gekauft habt...Da lässt sich besseres kochen oder:-) LG Manonkel

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  2. also mein Campingplatz in Holland war da ja schon tausendmal besser ausgestattet :D
    Ich würde denen schreiben, die das bewertet haben und sagen, wie es wirklich ist und dass du auf deren Empfehlung hin, da untergekommen bist. Vlt kriegst du dann ne gratis Unterkunft von denen ;) Einfach mal probieren. selbst wenn nicht, werden vlt die die nach dir dort nächtigen nicht so hohe Erwartungen haben.
    Obligatorische Frage: Wie läuft die jobsuche ;)

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  3. Hallöchen aus den Bergen,

    na, da lernt man eine ungeputzte Fewo doch richtig zu schätzen
    ;), des weiteren muss man ja erstmal das Organisatorische erledigen und eine vernünftige Basis aufbauen, wozu man dann während der Arbeit keine Zeit mehr hat.
    Also erst die wichtigen Dinge des Lebens, dann der Job- nur kein Druck, dann läuft es fast von allein.

    Harald und Edith


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  4. Das Novotel hat mir ein Kärtchen 'www.jobsataccor.com.au' gegeben, aber wollte mich mit niemandem persönlich sprechen lassen.
    Meinen CV habe ich aber bisher 5 mal abgegeben, auch wenn alle Restaurants und Cafés leider fully staffed waren.

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