Montag, 12. August 2013

Ditchin' in the kitchen (12.08.13)

Well done, 'Sherene', der erste Blog Marathon ist überstanden, jetzt kehrt hier hoffentlich etwas Ordnung und Regelmäßigkeit ein. Damit ihre Finger nicht noch wund werden, übernehme ich endlich auch mal wieder einen Blogpost :-)

Also, was hat der Tag uns heute so gebracht? Der Wecker klingelte um acht, aufgestanden sind wir (bin ich) um halb elf... ... ...fangen wir vielleicht lieber damit an, was gestern Nachmittag noch so passiert ist. :P
Während Shirin sich am Harbour auf einer fusseligen Toilette der wohl zu warmen Strumpfhose entledigte, saß ich vor dem Visitor Center und beobachtete das friedliche Treiben tausender Touristen. Shirin war gerade zurück, da kam ein Chinese auf uns zu, der William hieß und in Wirklichkeit Australier war.
'Hey, I just saw you walking by and I think you're very cute so... Is that your boyfriend?' Er zeigte auf mich und als wir beide verneinten dauerte es nicht lange, bis William mich fragte, ob er Shirin zu einem Date ausführen dürfte. Wir hatten eher ein Friendship-Treffen mit einem netten Australier im Sinn, er sah mich da eher als 'third weel' und wollte mir als Entschädigung ein Date mit irgendeiner Asiatin andrehen.
Zitat: 'Okay what do you like? I have lots of Asians around, we are basically running this country!'
True Story!!
Nunja. William musste los, also tauschten wir unsere frischen Handynummern aus, in der Hoffnung, das alles doch noch zu einem ganz netten Treffen wenden zu können. Später stellte sich jedoch heraus, dass er eher andere Absichten hatte (was ich von Anfang an wusste, Shirin mir aber erst ab 'You don't like bright colours means you have a dark side' glauben wollte :D). Schließlich hat Shirin ihr Date geditcht und es wird Zeit für die Feststellung: Vier Tage in dieser Stadt und vier Typen fliegen auf sie! - Mehr sage ich dazu nicht.

Fangen wir lieber mal von heute an. Wie eingangs schon festgestellt, war ich mal wieder nur Frühaufsteher im Geiste... Wir kamen also erst am späten Vormittag los zur Commonwealth Bank, unseren Account eröffnen. Ein bisschen anders als in Deutschland ist es schon. Caitlin fragt dich nach dem Vornamen, Joanne ruft dich auf und eröffnet das Konto mit dir. Nebenbei viel Smalltalk, alles per du. im Folgenden ein paar Highlights des Gesprächs:

'Ah, is Germany part of the UK?' - 'I feel cold looking at you, it's winter and you are wearing short pants.' - 'So, in fact we have the same sun in Australia that you have in Germany, but is there a difference?' - 'Is Perth Western Australia?' - 'Have you ever travelled through Europe, Belgium for example?' - 'One hour flight to London? Interesting to know, you are so close together in Europe!'

Herrlich, Joanne, herrlich! Sie hat eine Postkarte verdient. Wir haben sie zum Schluss nach günstigen Essensmöglichkeiten gefragt, und sie hatte tatsächlich einen Tipp auf Lager. An der Park St Ecke Market St gibt es ein Einkaufszentrum... Mit der Rolltreppe zwei Etagen runter und man ist im Food Court, wo es wirklich viel Auswahl zu akzeptablen Preisen gibt:  Mexikanisch, asiatisch, indisch, italienisch, Salate, Sushi, Joghurtbar, McDonalds, KFC... Wir machten beim Inder halt und genossen die erste warme Mahlzeit seit vier Tagen!

Aus dem eigentlichen Plan, nach Bondi Beach zu fahren, ist aufgrund des windigen Wetters nichts geworden, weshalb wir den Rückzug durch den Royal Botanic Garden antraten. Ein kostenloser Park, der eine Prima Relaxing Zone darstellt, mit Blick auf die Skyline, Oper/Harbour Bridge und Northern Sydney, besonders schön, wenn die Sonne allmählich sinkt.


Zurück im Hostel haben wir uns erstmal gekramt, Fotos übertragen und über den Rest des Abends nachgedacht. Wir hatten eigentlich vor, mit David dem Iren auszugehen, doch der zählt allem Anschein nach auch zu den vier 'Fliegern' und war außerdem nach zehn Stunden Arbeit auf der Baustelle nicht mehr in Barlaune. Deshalb wurde auch er letzten Endes geditcht.
Schließlich sind wir mit Marc dem Schotten, Johannes dem Deutschen, Martina der Schwedin und Andreas dem Norweger (unbekannt) nach Bondi Junction ins Entertainment Quarter gefahren und haben dort Bowling und Lasertag gespielt. Der Spaß hat 15$ gekostet aber immerhin konnten wir das Ganze beliebig oft machen.

Sonst noch Neuigkeiten? Allerdings! 
Shirin hat im Sale auf der George St einen Pulli angestaubt - nach eigenen Angaben im Moment ihre einzige Liebschaft!
Und ich habe heute die ersten vier Tage im Hostel in Perth gebucht, ein bisschen außerhalb, aber angeblich freundlich und sauber, nicht weit vom Strand entfernt. Western Beach Lodge heißt es und ist in Scarborough, etwa 15km vom Central Business District.
Arbeit finden wird immer mehr zur Pflicht, sonst kann ich mir den Luxus in Perth nicht lange leisten! In Sydney gibt es viel mehr billige Hostels, als man es vielleicht von einer solchen Stadt erwarten würde, sodass Perth selbst in der schmandigsten Absteige einen ordentlichen Preissprung mit sich bringt.


Für heute sagen wir gute Nacht,
Flipper und Lopaka

2 Kommentare:

  1. Ditchin habe ich verstanden. aber warum in the kitchen?
    Sehr gut Florian, dass du Shirin mit ihrer niedlichen traumwandlerischen Naivität vor sexuell lüsternden asiatischen Australiern bewahrst. Siehst du Mama, er ist zwar manchmal ein wenig verpeilt und kauft vor der Security noch ne Schere ;) Aber er hat ne gute Menschenkenntnis. Das ist doch viel wichtiger. Und die Schere durfest du ja behalten ;)

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  2. wenn verpeilt schusselig heißt, ist das ok. Ansonsten gebe ich Nadine vollkommen recht. Florian verteidige und beschütze unsere Tochter. Beim nächsten Werber sagst du sofort, du seist ihr very conservative boyfriend ;-)
    Seid ihr sicher, dass die Mietzen bei der Bank wirklich das gemacht haben, was ihr wolltet? Sie klangen ein ganz klein wenig unskilled.
    Der Killerhase (wenn es um meine Tochter geht)

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